Hervey Bay bis Byron Bay (30.11 - 5.12)

Wir haben Fraser Island hinter uns gelassen und sind unterwegs in Richtung Süden. Meine Travelmates hatten als ersten Stopp eine ganz besondere Überraschung für mich. Sie haben eine Delphinfütterung rausgesucht. Einziger Nachteil: Wir müssen früh um 7 dort sein. Ich habe ihnen dann erstmal verraten, dass die Tin Can Bay 1,5 Stunden von uns entfernt ist... Wir waren trotzdem pünktlich dort. So viel dazu, dass ich mal ausschlafen wollte. 

Direkt im Anschluss sind wir in Rainbow Beach auf einer 120 Meter hohe Sanddüne, die Carlo Sandblow, rumgewandert. Dort haben wir ein ziemlich lustiges Fotoshooting veranstaltet. Auf diese Bilder muss ich allerdings selbst noch warten.

Das Ziel für diesen Tag war das restlos ausgebuchte Noosa. Wir haben tatsächlich kein Hostel mehr gefunden, aber eine gute Lösung war in Sicht: Wir habe ein Motelzimmer mit Tür zum Parkplatz genommen und ein deutsches Pärchen mit Campervan hat direkt davor geparkt. Die Kombination aus unserem Bad und ihrer Campingküche hat dann doch wieder ein vollständiges Appartement ergeben.

Am nächsten Tag ist der erste meiner Mitfahrer nach zwei Wochen abgereist. Am Morgen sind wir noch einmal an der Küste entlangspaziert und dann haben wir Michael in Sunshine Coast am Flughafen abgesetzt. Dort, um genau zu sein in Mooloolaba (ich liebe diesen Namen), bin ich dann im dreckigsten Hostel meiner ganzen Reise abgestiegen. Der einzige Vorteil: ich hatte zum ersten mal seit zwei Wochen ein Zimmer für mich alleine, das heißt lange und vor allem durchschlafen. Sonst bin ich immer wach, sobald der erste im Schlafsaal rumwandert. In Sunshine Coast hat mich dann auch mein zweiter Travelmate verlassen, doch dank Facebook und den Leuten die man auf Touren kennenlernt und ein Stück mitnimmt, ist man hier eigentlich nie alleine im Auto unterwegs.

Mit einem kurzen Abstecher zu den Glasshouse Mountains, wo wir von unzähligen Fliegen und Mücken attackiert wurde, ging es nach Brisbane. Es war anders geplant, aber irgendwie war mir langsam klar, dass dies die einzige Großstadt ist, die ich in Australien besuchen werde. 

Ein Versprechen, das ich mir selbst gegeben hatte musste hier dann natürlich eingelöst werden: Sobald ich in einer größeren Stadt mit Kino bleibe, wird "Fantastic Beasts and where to find them" angeschaut! Und genau das haben wir getan, nachdem wir uns trocken geföhnt hatten - wir waren beim Skyline-fotografieren in ein ausgewachsenes Gewitter geraten.

Ein absolutes touristisches Muss bei Brisbane ist der Lone Pine Koala Sanctuary. Dort ging es für mich ein letztes Mal Koalas knuddeln, Dingos streicheln und Kängurus füttern. Und endlich habe ich ein Schnabeltier gesehen. In Tasmanien habe ich ja vergeblich bei Nieselregen und durchgefroren am Bach auf sie gewartet. 

So langsam aber sicher wollte ich dann aber doch wieder ans Meer - und vor allem wieder aufs Brett. Also raus aus Brisbane und ab nach Byron Bay. Einen Mitfahrer haben wir in Surfer's Paradise abgesetzt und uns das bei der Gelegenheit auch gleich angesehen. Davon war ich allerdings ein klein wenig enttäuscht. Es ist eine Partymetropole und die Hochhäuser reichen bis an den Strand. Wenn ich an Cairns zurück denke, bin ich ja Party nicht abgeneigt. Aber für mich gehört zum Surfen diese einzigartig entspannte Hippieatmosphäre. Und die gab es natürlich wieder in Byron Bay.