Cairns bis Airlie Beach (18.11 - 23.11)

Wir hatten den wohl furchtbarsten ersten Roadtriptag, den man sich vorstellen kann. Am Vorabend wurde Abschied gefeiert und deshalb ging es mir gar nicht gut. Man kann es sicherlich auch auf den Alkohol schieben, ich jedoch denke eher, es lag an dem Schlag gegen meinen Kopf. Daher auch das blaue Auge, was eher schon eine blaue Gesichtshälfte war… Ich war völlig ausgeknockt. Erst ein warmgerührter Vanillemilchshake von McDonalds und ein Bad in den kalten Josephine Falls hat wieder etwas Leben in mir geweckt. Weiter geht’s damit, dass wir viel später als geplant in Townsville ankamen. Offenbar sind die Google Maps Zeitangaben in Australien alles andere als zuverlässig. Folglich haben wir unsere angepeilte Fähre verpasst und mussten auf die nächste warten. Dann war es allerdings schon dunkel, was die Überfahrt für mich zur schlimmsten Schiffsfahrt meines Lebens machte. Es hat ordentlich gewackelt und man hat einfach nichts gesehen. Mir war gigantisch schlecht! Und außerdem kamen wir dadurch so spät im Hostel an, dass die Küche schon geschlossen war und in der Umgebung auch keine Kneipe mehr geöffnet war. Das heißt, außer ein wenig Tomatensalat gab es kein Abendbrot (an einem Tag ohne Mittagessen). 

Danach wurde es aber von Tag zu Tag besser. Den Samstag haben wir zusammen mit Josephine und Viktor auf Magnetic Island verbracht und dabei Koalas und Wallabys gesichtet. Beim Wandern habe ich mich ein wenig verbrannt, das ist aber inzwischen auch schön nachgebräunt. Und diesmal haben wir die Fähre bei Tageslicht erwischt – viel besser. Auf dem Parkplatz hieß es dann für Josi und mich Abschied nehmen, nur um uns zwei Tage später in Airlie Beach wiederzutreffen. :D

In Airlie Beach ist dann bei mir endlich das Urlaubsgefühl eingetroffen. Das Städtchen hat mich sehr an die Städte am Mittelmeer erinnert. Am Montag wollten wir eigentlich Fallschirmspringen, was aber wegen Regen und Wind abgesagt wurde. Also hab ich einen faulen Tag verbracht. Dienstag ging es dann auf die obligatorische Whitsundays-Tour. Ich hatte ganz schön Angst vorm Segeln, da ich ja schnell Seekrank werde. Allerdings hatten wir richtig Glück mit dem Wetter. Die Fahrt hat sogar richtig Spaß gemacht und Whitehavenbeach war das natürlich auch wert. Und weil der Tag auf dem Wasser nicht anstrengend genug war, hieß es am nächsten Morgen dann um 5 aufstehen um den Fallschirmsprung nachzuholen. Ich war die ganze Zeit davor eigentlich ruhig, aber da ich die fünfte war, die gesprungen ist, habe ich kurz vorher dann doch ein mulmiges Gefühl bekommen. Wenn die anderen quasi aus dem Flieger gesaugt werden, sieht das doch ganz schön schnell und gefährlich aus. Aber es war absolut fantastisch!!!

 

Damit war unsere Zeit in Airlie Beach auch schon wieder beendet. Vor uns liegen 500km bis Rockhampton.