18 - Tasmanien

Die Bilder für diese Woche sind im Facebook zu finden. Es waren einfach zu viele für den Blog. Am besten immer hin und her klicken. ;)

Nach einem stressigen Tag in Cairns – ich bin aus meinem schönen, großen Haus ausgezogen – und einer kurzen Nacht, bin ich um 3 Uhr früh zum Flughafen aufgebrochen. Zwei Flüge, mit einer turbulenten Zwischenlandung, haben mich auf die kleine Insel unter der großen Insel gebracht. Und Hobart hat mich gleich richtig gut empfangen. Ich wollte mir das Taxi vom Flughafen in die Stadt mit jemanden teilen, hab also den erstbesten nach Backpacker aussehenden Typ am Taxistand angequatscht und wurde auch mitgenommen. Mein Glück: er wurde zuerst abgesetzt und hat ohne ein Wort die gesamte Rechnung beglichen. Ich habe dann bis zur nächsten Straße nur noch 2 Dollar gezahlt. Ob das Wort „teilen“ bei ihm nicht angekommen ist oder ob ich einfach nur an jemanden reiches geraten bin oder ob ich wie ein sehr armer Student gewirkt habe, kann ich nicht beurteilen.

Der restliche Abend in Hobart hat dann die Stimmung erstmal wieder etwas gedrückt. Es war verdammt kalt!!! Besonders wenn man die doch mittlerweile tropischen Temperaturen in Cairns gewohnt ist. Noch dazu bin ich an ein ziemlich schäbiges Hostel geraten – Heizung im Zimmer gab’s nicht. Letztendlich habe ich in langer Jogginghose, Kuschelsocken, T-Shirt, Jacke und mit Schal geschlafen und immer noch gefroren. Kurz vorm Einschlafen sind dann noch zwei Leute in meinem Zimmer eingecheckt, darunter ein Kerl, obwohl ich mir ziemlich sicher war, dass ich den Aufpreis für ein Mädchenzimmer gezahlt hatte – was mir inzwischen übrigens absolut egal ist. :D Meine Meinung von diesem Hostel war jedenfalls nicht besonders hoch und ich habe beschlossen, dort nach meiner Rundreise definitiv nicht wieder zu landen.

 

Tag 1 Hobart – Strahan

Morgens um 7 wurde ich vom Tourbus eingesammelt und die erste angenehme Überraschung: für die ersten drei Tage besteht unsere Gruppe nur aus elf Personen. Ich habe mich auch gleich von Anfang an ganz gut mit einer Amerikanerin verstanden, die lustigerweise das gleiche studiert wie ich und ihr Auslandssemester in Brisbane gerade beendet hat.

Die erste Etappe ging von Ost nach West einmal durch die Mitte Tasmaniens. Südlicher kann man übrigens nichts mit dem Bus erkunden, da dort ein einziger, riesiger Nationalpark ist. Gefühlt besteht ganz Tassie aus Nationalparks. Der erste, den wir besucht haben, war der Mount Field Nationalpark oder auch Country of Giants. Hier gibt es Bäume, die rein theoretisch die größten der Welt sein könnten, aber meistens zu früh umknicken. Aber nicht nur die Bäume sind in Tasmanien größer als im restlichen Australien. Die Wasserfälle – und davon habe ich hier einige gesehen – waren gigantischer, als alle anderen, die ich zuvor gesehen habe. Die ersten beiden, Horseshoe Falls und Russel Falls, beide ebenfalls im Mount Fields Nationalpark, waren noch „normal“, aber das hat sich dann von Mal zu Mal gesteigert.

Nach einem Abstecher zum Lake Saint Clare, dem tiefsten Süßwassersee auf der südlichen Halbkugel, und zum Franklin River und der damit verbundenen Geschichte über Alexander Pearce, dem Ausbrecher aus der Sträflingskolonie, der auf seiner Flucht alle Mitflüchtlinge verspeist hat und es bis heute unklar ist, wie er die starke Strömung des Franklin Rivers durchquert hat, hielten wir beim nächsten Wasserfall. Es hat so gewirkt, als ob der Nelson Falls eigentlich gar nicht regulärer Teil der Tour ist. Der Stopp war eher so nach dem Motto: „Na wenn euch Wasserfälle so gefallen, hier ist noch einer.“ Nach dem Spruch waren die Erwartungen eher unspektakulär, doch dann wurde schnell klar, wie gewaltig Wasser sein kann. Schon nach dem kurzen Augenblick, den es braucht ein Foto zu machen, waren wir absolut nass dank der Wolke aus Wassertröpfchen und miteinander reden war bei der Lautstärke auch nicht möglich.

Übrigens ist das Wasser in Tasmanien überwiegend durch eine Baumwurzelart braun gefärbt. Man kann es jedoch trotzdem bedenkenlos trinken (laut Tourguide), außer in Queenstown, eine alte Minenstadt. Queenstown ist eindeutig der Schandfleck auf der ansonsten so wundervollen Insel. Durch die Minen ist die Natur rund um die Stadt völlig zerstört und eine Regeneration nicht mehr möglich, der Fluss zählt als „toter Fluss“ und noch dazu sieht die Stadt auch einfach nicht schön aus. Allerdings haben die abgeholzten Berge den Blick frei gemacht auf einen weiteren Wasserfall. Der Horsetail Fall ist (ebenfalls laut Guide) gar nicht so oft zu sehen, oder zumindest nicht so groß. Doch da wir auch ordentlich Regen hatten, war der Wasserfall uns wohlgesinnt.

Die Nacht haben wir an der Westküste in Strahan verbracht. Diesmal hatte das Hostel auch eine Heizung. Das Highlight des Hostels schlechthin ist, dass man im Bach nebenan Schnabeltiere sehen kann. Ich habe es ein paar Mal versucht, war aber bei der Kombination aus Kälte und Regen einfach nicht geduldig genug.

 Tag 2 rund um Strahan

Heute stand die Westküste auf dem Plan. Die Lauffaulen, etwa die halbe Gruppe, haben eine Bootstour gemacht und wir sind zur dreistündigen Wanderung zum höchsten Wasserfall Tasmaniens aufgebrochen. Es war kalt und es hat geregnet! Beste Entscheidung des Tages: ich habe mir so einen Plastikponcho und eine warme Mütze gekauft. Der Weg war mehr oder weniger überflutet und es waren manchmal kleine Stunts nötig um von einem trockenen Stein zum nächsten zu springen. Etwa nach dem halben Weg war das dann aber auch egal und man ist mit seinen durchgeweichten Schuhen einfach durchs Wasser gelaufen. Es war ganz gut zu wissen, dass im Bus meine trockenen Uggs auf mich warteten, die ich ebenfalls nur für die Woche in der Kälte gekauft hatte (und für die Ankunft in Deutschland ;) ). Tasmanien hatte uns ja schon vorher mit den Riesendimensionen überrascht, aber der Montezuma Fall hat nochmal alles getoppt! Ich glaube ich bin mittlerweile ein richtiger Wasserfall-Fan…

Da der Weg auf einer alten Minenstrecke verläuft, haben wir uns eines der „Löcher im Berg“ auf dem Rückweg auch noch angesehen. Da ich keine Taschenlampe hatte bin ich zusammen mit Luke, dem Guide, unterwegs gewesen. Offenbar ist es besonders lustig, beim Reingehen nur den Boden anzuleuchten. Dort waren ja auch viele Löcher und Pfützen… Und dann erst, wenn man am Ende ist, auch die Wände zu zeigen. Die Spinnen waren groß und zahlreich!!! Ich habe nur noch den Kopf eingezogen und bin (ohne Lampe) wieder rausgerannt. Draußen hat Luke mir dann verraten, dass er das immer so macht. Am besten funktioniert das, wenn viele Leute unterwegs sind und man wegen der Schlange nicht aus der Höhle rauskommt und dann das große Gekreische beginnt…

Später ging es noch zu den Henty Sand Dunes. Noch einmal hat Tasmanien gigantische Dimensionen bewiesen. Die etwa 30 Meter hohe Düne „frisst“ nach und nach den Regenwald. Man sieht sogar noch die toten Spitzen der eingeschlossenen Bäume. Wir konnten das Meer sehen, doch zu Fuß wäre man etwa 4 Stunden unterwegs bis man es erreicht. Am Rand ging es einfach steil herunter und dort war dichter Wald.

Da es relativ anstrengend war die Düne hochzuklettern, war unsere Gruppe nur noch auf vier geschrumpft und zwei davon waren auch sehr langsam unterwegs. Als ich also mit unserem Guide allein dort oben gewartet habe, haben wir ein sehr seltsames Tier gesehen. Es war sandfarben, also wahrscheinlich kein Fuchs, und viel zu groß für eine Katze. Außerdem hat es sich nicht bewegt wie ein Hund. Einzige Lösung: wir haben einen Tasmanischen Tiger entdeckt! Offiziell seit den 30ern ausgestorben, aber viele vermuten, dass es noch welche gibt und die sich einfach nur gut verstecken. Immerhin besteht Tasmanien zu einem Großteil aus unwegsamen Nationalpark. Luke, der seit 30 Jahren in Tasmanien lebt, war sich noch nie so sicher, dass etwas ein Tasmanischer Tiger gewesen sein könnte. Viele Konjunktive, aber ich glaube einfach daran und damit war das wahrscheinlich einer der besten Tage meines Lebens!

Der Weg zurück zum Bus war dann auch nochmal ein kleines Erlebnis. Unser Guide hat mit Anlauf und einem kleinen Sprung (der sehr groß aussah) den direkten Weg, 30 Meter beinahe senkrecht, gewählt und von uns hat sich keiner getraut. Im Nachhinein ärgere ich mich wirklich darüber. Wir haben also versucht unseren Fußspuren zurückzuverfolgen und haben uns beinahe im Sand verlaufen. Angeblich waren wir die erste Gruppe, von der niemand die Abkürzung genommen hat.

Nachdem wir die Bootsfahrer wieder abgeholt hatten, haben wir noch eine alte Sägemühle besichtigt und sind an die Küste gefahren. Die Westküste Tasmaniens hat den Titel Wild West Coast wirklich verdient. Die meisten Abschnitte sind so gefährlich und voller Felsen, dass sich dort auch keine Surfer hin trauen.

Am Abend habe ich dann versucht zu lernen oder wenigstens so zu tun, als ob ich mich für meine Uniprüfungen vorbereite. Allerdings ist das auf diesem Wochentrip absolut fehlgeschlagen…

Tag 3 Strahan – Launceston

Wir haben die Westküste verlassen und uns auf den Weg ins Landesinnere gemacht. Unterwegs haben wir natürlich einen Stopp am Cradle Mountain gemacht. Dank dem „wundervollen“ Wetter haben wir den Berg allerdings gar nicht gesehen. Regen, Wind und 2°C konnten uns trotzdem nicht vom Wandern abhalten. Unterwegs habe ich sogar Schnee gesehen. Das war perfekt um mich so langsam auf Weihnachten einzustimmen. Allerdings war ich an diesem Tag nicht so gut im Tiere sichten. Sonst habe ich damit echt immer Glück! Die Wombats mussten mir gezeigt werden und selbst dann habe ich eine Weile gebraucht, um zu unterscheiden, was ein Wombat und was ein Grasbüschel ist. Als mein Grüppchen (ein Franzose, eine Amerikanerin und ich) am Treffpunkt angekommen ist, war das Wetter deutlich besser und da noch etwas Zeit war, sind wir noch einmal zum Cradle Mountain hochgefahren. Jetzt war er auch gut zu sehen. Seinen Namen hat er übrigens bekommen, da man mit etwas Fantasie ein Kind in einer Wiege erkennt.

Auf dem Weg nach Launceston haben wir noch Sheffield, Town of Murals, besucht. Mittlerweile waren die Temperaturen auch schon wie ein richtig netter Frühling. In Sheffield gibt es einen jährlichen Wandbilder-Wettbewerb. Die besten werden in einem Park und auch an sämtlichen Fassaden in der Stadt ausgestellt. Einige, ich vermute besonders alte, sind auch direkt an die Häuser gemalt.

In Launceston war dann sogar schon so etwas wie Sommer. Tasmanien nimmt das Motto: „4 Jahreszeiten in 1 Tag“ wirklich sehr ernst. Diesmal habe ich das Lernen durch Restaurant ersetzt und habe Wallaby-Pizza probiert. Wenn man ignoriert wie niedlich die kleinen Kerlchen sind, ist es auch echt lecker. Quasi das gleiche Prinzip wie mit Lamm. :D

Tag 4 Launceston – Bicheno

Nach einem Morgenspaziergang durch eine Schlucht gleich bei Launceston hatten wir eine längere Busfahrt vor uns. Da wir ab diesem Tag 24 Leute und damit ein voller Bus waren, habe ich einfach ganz frech schon am Abend zuvor meine Sachen auf dem Beifahrersitz platziert (so deutsch :D ) und mir damit den besten Platz gesichert.

In der Bay of Fire, bekannt für die roten Felsen, die allerdings nicht namensgebend waren, und einer der schönsten Strände überhaupt, habe ich mich dann auch ins eiskalte Wasser gewagt. Ich dachte ich hätte lange genug gewartet, bis alle übrigens Gruppenmitglieder die Klettertour über die Felsen begonnen hatten, aber später im Bus wurden mir von klischeehaft fotowütigen Asiaten Badebilder von mir gezeigt. :D Es war wirklich verdammt kalt und auch eine ziemlich starke Strömung, aber nachdem ich auf der Düne ja schon feige gewirkt habe, musste ich das einfach mal durchziehen!

Nach Sonnenuntergang haben wir dann in Bicheno eine Pinguintour mitgemacht. Übrigens eins der Tiere, das ich in Australien nie vermutet hätte. In keinen Grüppchen wandert man durch ein Feld runter zum Strand und beobachtet wie die kleinen Pinguine an Land watscheln. Wir haben sogar Babys gesehen! Allerdings war hier Fotoverbot, da Blitzlicht die Augen von Pinguinen stark verletzen kann.

Tag 5 Bicheno – Hobart

Am letzten Tag der Tour mussten wir viel früher raus als an den anderen Tagen. Ich weiß nicht, wie ich (absolut kein Morgenmensch!!!) es geschafft habe, zu frühstücken, mit Mutti zu telefonieren (Katze in Tierklinik L ) und immer noch viel zu früh am Bus zu stehen. Um genau zu sein so früh, dass ich den Schlüssel bekommen habe und mir wieder den Beifahrersitz sichern konnte. Hätte mich jemand gefragt, hätte ich ja Platz gemacht. Aber vielleicht dachten die „Neulinge“ auch, ich gehöre zur Tour. :D

Dann ging es zur Wineglass Bay, vermutlich das berühmteste Bild von Tasmanien, welches auch auf den meisten Reiseführern vorne drauf ist. Die Kombination aus drückender Wärme und leichtem Nieselregen hat den nur 40-minütigen Aufstieg zum Aussichtspunkt zum Härtesten der ganzen Tour gemacht, aber der Blick hat sich gelohnt.

Hier hatte ich auch noch so ein herrliches Fotoerlebnis. Alle Asiaten aus unserem Tourbus wollten ein Gruppenfoto machen (und haben damit den Blick auf die Bay völlig verdeckt). Ich war die Auserwählte, die mit mehreren IPhones Fotos geknipst hat und beim zurück geben wurde ich mit dem Kommentar „German girl! Photo with German girl!“ am Ärmel ins Bild gezogen und einer wurde hinausgeschubst und musste dann ein Bild mit mir und den übrigen Asiaten machen. Ich war übrigens auf diesem Bild die größte. :D

Außerdem haben wir uns noch das Bonorong Wildlife Sanctuary angesehen, eine Auffangstation für verletzte Wildtiere. Hier gab es endlich auch Tasmanische Teufel. Es war eine schön gemachte kleine Führung, bei der einiges über die in Tasmanien heimischen Tiere erklärt wurde. Im Anschluss ging es Kängurus füttern. J

Zurück in Hobart war ich echt traurig, dass die Tour schon vorbei war. Am liebsten wäre ich am kommenden Sonntag einfach noch einmal in den Bus eingestiegen.

Abends habe ich mich dann mit ein paar Deutschen, die ich unterwegs kennengelernt hatte, in Australiens ältestem lizensierten Pub, Hope and Anchor, verabredet. Nach vielen Jahren habe ich zum ersten Mal wieder Fish&Chips gegessen. Ich fand das damals in London echt widerlich, aber das ist ja einfach mal total lecker!

Tag 6 Hobart

Heute war ich allein in Hobart unterwegs und bin zu MONA, Museum of Old and New Art, gefahren. Wenn man auf der Fähre auf Plastikschafen anstatt Stühlen sitzt, bekommt man schon einen ersten Eindruck, was einen erwartet. Ein weiteres Indiz ist, dass man genau 99 Stufen hochsteigt, um dann mit einem Lift wieder nach unten zu fahren. Schließlich in MONA war es, als ob man im Gehirn eines absolut verrückten Menschen umherläuft. Es gab keinen Zusammenhang der Ausstellungsstücke (oder ich habe ihn nicht erkannt), es gab nicht einmal einen Weg. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich verlaufen und nicht alles gesehen habe! Ein Teil der Ausstellung war sogar ein lebender Mensch. Sein komplett tätowierter Oberkörper war tatsächlich Teil eines Museums… Selbst jetzt, zehn Tage später, kann ich eigentlich nicht fassen, was ich in MONA erlebt habe.

Abends ging es dann nochmal mit gefühlt allen Deutschen aus dem Hostel in den Pub und am nächsten Morgen leider schon wieder heim. Ja, ich sage wirklich „heim“ zu Cairns… Der Rückflug hat es dann auch beinahe geschafft mir die ansonsten perfekte Woche zu vermiesen. Erst ist mein bereits bezahltes Shuttle zum Flughafen nicht gekommen. Ich bin in Sydney gelandet und es war heiß. Es ging weiter nach Brisbane und nach einer turbulenten Landung war es wieder kalt. Mein Körper ist, was Temperaturen betrifft, inzwischen absolut verwirrt. Dann gab es ein ordentliches Unwetter und mein letzter Flug hatte zwei Stunden Verspätung. Und weil das noch nicht genug war, hat der Mann links neben mir sich den ganzen Flug über mit Duftölen die Knie und den Nacken massiert und die Frau rechts neben mir hat den ganzen Flug durchweg gebrochen. Da es so turbulent war, dass die Crew sitzen bleiben musste, kam niemand helfen. Es war also meine Aufgabe, ihr ständig neue Tüten zu organisieren. So ein furchtbarer Flug!

Endlich in Cairns (Es war übrigens wieder heiß.) habe ich es dann Gott sei Dank trotz Verspätung noch geschafft, die Österreicher zu besuchen. Die sind nämlich dann am nächsten Morgen abgereist. L

 

 

Ich hatte beim Schreiben selber das Gefühl, einen Werbetext für Tasmanien zu verfassen. Das war nicht beabsichtigt, ich bin nur einfach selbst immer noch so geflasht von dieser Insel! Der größte Teil meiner Reise liegt noch vor mir, aber ich bin ziemlich sicher, dass Tasmanien der beste Teil Australiens ist. Außerdem hatte ich so ein Glück mit meiner Tour. Wir hatten immer schöne Unterkünfte und einen fantastischen Guide. Ich bin absolut verliebt in diese Insel. Auf die Frage ob ich bleiben will (eine häufige Frage übrigens) habe ich immer geantwortet: „Nee, Australien ist mal ganz schön, aber so auf Dauer nichts für mich.“ Das hat sich hier geändert. Falls es mich mal weg aus Europa treibt, dann hoffentlich hier hin. Und ich komme auch auf jeden Fall zurück um den Overland Track zu machen. Eine 7-tägige Wanderung vom Cradle Mountain zum Lake Saint Clare durch die reine Natur. Es gibt unterwegs nichts was an Zivilisation erinnert, nicht mal Leitungswasser. Allerdings muss ich dafür noch ein bisschen trainieren.