VIER

Beim Bearbeiten der Fotos von dieser Woche ist mir aufgefallen, dass sie alle nur vom Wochenende sind... Was ist also unter der Woche passiert: Ich habe in den ersten Tagen viel für die Uni gemacht, um mir das Wochenende freizuschaufeln. Außerdem hat sich meine anfangs leichte Erkältung als Angina geoutet. Das hatte ich ja dieses Jahr noch nicht oft genug... 

Immerhin habe ich jetzt auch einen Arztbesuch im Ausland hinter mir. Und keine Sorge - ich bin wieder völlig fit!

Cape Tribulation

Am Freitag machten wir, zehn internationale Studenten, uns auf den Weg in den Daintree Nationalpark. 

Nachdem wir von unserem ersten Zwischenstopp verjagt wurden, da wir in einem Luxusresort standen und nicht am öffentlichen Teil von Mossman Gorge, wurde dieser Punkt von der Tagesordnung gestrichen. Es gab auch noch genug anderes zu besuchen ;) Nächster Halt war die Daintree Icecream Company. Das gigantisch leckere Eis aus exotischen Früchten habe ich vor zwei Jahren schon kosten können und natürlich wollte ich den Geheimtipp den anderen nicht vorenthalten. 

Und dann ging es tiefer in den Regenwald hinein. Vom Handyempfang und Internet haben wir uns für die nächsten drei Tage verabschiedet. Unser Ziel war das PK's Jungle Village am Cape Tribulation, der Ort, an dem sich Riff und Regenwald treffen.

Für den Abend hatten einige von uns einen Nightwalk durch den Regenwald gebucht. In erster Linie sahen wir jede Menge Spinnen, aber auch einige schlafende Schmetterlinge, zwei Echsen und auch zwei Waldratten. Die waren ziemlich süß und fluffig :) Ich kann mich auch zwei Tage danach immer noch nicht entscheiden, ob das beste ein im Dunkeln leuchtender Pilz, der hohle Baum, in dessen Mitte man stehen und nach oben sehen konnte, oder der unfassbar klare Sternenhimmel fernab der Zivilisation war. 

Nach einer Nacht in einem gigantisch unbequemen Hostelbett wurde uns klar, was Regen im Regenwald bedeutet. Er kommt plötzlich, der Übergang von Niesel- zu Starkregen passiert in Sekunden und genauso schnell klart es dann auch wieder auf. Und das mehrmals am Tag. 

Trotzdem waren sieben von uns verrückt genug, sich auf eine stundenlange Wanderung auf einen Berggipfel zu begeben. Und das, obwohl die Aussicht durch viele Wolken nicht viel versprach.

Da ich noch leicht angeschlagen war, plante ich eher einen Standspaziergang mit deutlich weniger Steigung. Begleitet wurde ich von Laura und Christoph, zwei Österreichern. Wir erkundeten in den Regenpausen den Strand, an dem vor einigen Wochen eine Frau von einem Krokodil gefressen wurde. Gesehen haben wir keines. Ansonsten verbrachten wir mit Billard und Monopoly einen herrlichen Urlaubstag.

 

Die anderen kamen am späten Nachmittag dann ganz schön nass und schlammig, aber unversehrt zurück ins Hostel.

Als am Sonntag das Wetter nicht besser wurde, reisten wir ab. Keiner hatte mehr trockene Sachen übrig :D Natürlich hielten wir bei einigen Aussichtspunkten entlang der Küstenstraße, noch einmal bei der Icecream Company, immerhin wechseln die angebotenen Sorten täglich, und in Port Douglas. Zufällig waren dort gerade Sunday Markets und somit hatten wir noch was zum anschauen. 

Das absolute Highlight auf dem Rückweg waren die beiden Cassowaries, die uns vors Auto liefen und dann in aller Ruhe direkt neben unserem Auto Beeren aßen. 

Zurück in Cairns wollten alle nur noch die Füße hochlegen und ausspannen. Die Kombination aus Wandern und unbequemen Betten merkt man doch stärker als erwartet. 

Nach einem wunderschönen Wochenende geht's morgen wieder in die Uni und am Abend werden weitere Reisepläne geschmiedet.